3 Fragen an Bürgermeister Michael Obert

Bürgermeister Michael Obert ist in Karlsruhe für das IQ-Thema „Mobilität“ verantwortlich. IQ steht für „innovativ und quer“ – was es genau damit auf sich hat, erklärt Michael Obert im Kurz-Interview.

BM ObertHerr Bürgermeister Obert, was kann man sich unter einem „IQ-Korridorthema“ vorstellen?

BM: Bei der IQ-Arbeitsweise, die die Stadtverwaltung Karlsruhe entwickelt hat, geht es darum, Kompetenzen zu bündeln und über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg an der lebenswerten Stadt von morgen zu arbeiten. Dabei ist es uns wichtig, dass neben Politik und Verwaltung die gesamte Stadt­ge­sell­schaft und möglichst viele Inter­es­sier­ten in die Prozesse eingebunden werden – eben quervernetzt und innovativ.

 

Ihr IQ-Thema ist die Mobilität. Was ist in diesem Bereich geplant?

BM: Es geht darum, die Mobilitätsbedürfnisse aller Akteure und die Lebensqualität in Karlsruhe in Einklang zu bringen. Inhalt­lich fokussieren wir uns innerhalb des Themen­kor­ri­dors „Mobi­li­tät“ auf ein bewährtes Projekt („Fahr­rad­stadt Karlsruhe“), ein in die Zu­kunft weisendes Projekt („Nach­hal­tig mobiler Stadtteil“) sowie ein zusam­men­füh­ren­des und syner­gie­schaf­fen­des Vorha­ben (­„Dach­marke Mobilität“).

Das IQ-Leitpro­jekt „Dachmarke Mobilität“ will die bereits vor­han­de­nen Service­leis­tun­gen bündeln und ver­net­zen, um ein übersicht­li­ches und leicht zugäng­li­ches ­In­for­ma­ti­ons­an­ge­bot zu schaffen. Eine konti­nu­ier­li­che Förde­rung ­des Radver­kehrs als nachhal­ti­ges Verkehrs­mit­tel verfolgt das IQ-Leitpro­jekt „Fahr­rad­stadt Karlsruhe“.

Die Karlsruher Nordstadt steht als Pilot-Stadtteil im Fokus der Bemühungen. Was plant die Stadt dort?

BM: Anhand des IQ-Leitpro­jekts „Nach­hal­tig mobiler Stadtteil“ soll im jüngsten Karlsruher Stadtteil ein attrak­ti­ves und gesun­des Woh­num­feld durch gezielte Förderung eines nachhal­ti­gen ­Mo­bi­li­täts­ver­hal­tens entstehen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung des umweltverträglichen Verkehrs durch den Einsatz neuer Technologien, aber auch die Entlastung der Wohngebiete durch eine grundsätzliche Reduzierung des Verkehrs in einer Stadt der kurzen Wege. Hier besteht eine besondere Chance durch die Neuentwicklung des sogenannten Quartiers C, wofür ein Rahmenplan geschaffen wurde.

Nach der erfolgreichen Pilotphase soll dieses Konzept dann auf andere Stadt­tei­le übertragen und so eine nachhal­tige, umwelt- und bewoh­ner­ge­rechte Form der Mobilität für ganz Karlsruhe geschaffen werden.