Urbane, nachhaltige und E-Mobilität

Auf dem größtenteils baustellenfreien Marktplatz wird mit einer großen Bühne, zahlreichen Infoständen rund um die Themen urbane, nachhaltige und E-Mobilität, Fahrradparcours und Mitmachangeboten für Kinder das Festival-Zentrum entstehen.

Unter Strom – Stecker rein und los geht’s

Einfach ein Elektroauto „tanken“ und losfahren? Ladeleistung und -systeme sind so verwirrend vielfältig wie die Bezahloptionen. Was man zum Stromtanken wissen muss – ein Überblick:

Die Ladung – Welche Ladearten gibt es?

An öffentlichen Elektro-Ladestationen gibt es verschiedene Ladearten. Man unterscheidet momentan zwischen dem Laden an einer Schukosteckdose mit Wechselstrom, Drehstromladen und Laden mit Gleichstrom. Für alle Arten gibt es unterschiedliche Ladestationen.

ARTIS-Uli Deck// 12.09.2016 Stadtwerke Karlsruhe, Stromladesäule für Elektroautos in der Karlsruher Innenstadt

Die Ladestation – Wo lade ich mein E-Fahrzeug?

Auch an der Haushaltssteckdose können E-Autos geladen werden – vorausgesetzt ein Adapter ist vorhanden. Allerdings sind normale Haushaltssteckdosen beziehungsweise deren Zuleitungen in der Regel nicht für eine solche Dauerbelastung ausgelegt. Deshalb sollte die Ladung an einer normalen Haushaltssteckdose nur im Notfall erfolgen. Für die normale Ladung zu Hause wird eine speziell dafür entwickelte Ladesäule oder Wandladestation empfohlen. Diese sind mit unterschiedlichen Ladeleistungen erhältlich. Öffentliche Ladesäulen haben gewöhnlich Ladeleistungen von 11 oder 22 Kilowatt und sind in etwa so schnell wie eine stärkere Wandladestation. Zu finden sind sie in der Regel in Innenstädten, Parkhäusern oder auf Supermarktparkplätzen. Internetseiten und Apps informieren über nahegelegene Standorte.

Stadtwerke Karlsruhe, Messestand bei der Offerta Verbrauchermesse

Der Steckertyp – Passt das?

Weltweit sind insgesamt drei Steckertypen für das Laden von Elektrofahrzeugen mit Wechselstrom genormt. In Europa wurde der sogenannte IEC Typ 2 als Standard-Ladestecker definiert. Damit kann man sowohl an 230 Volt als auch an 400 Volt laden. Er wird seit 2017 bei allen neuen Fahrzeugmodellen in Europa eingesetzt. Aus der Zeit vor der Einigung auf einen gemeinsamen Stecker-Standard findet man noch Fahrzeuge, die mit dem sogenannten IEC Typ 1-System ausgerüstet sind. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Fahrzeuge aus Fernost oder den USA. Noch schneller ist das DC-Laden mit Gleichstrom. Bei 500 Volt und 100 Ampere Ladestrom (50 kW) ist der 20 kWh-Akku in nur 20 Minuten wieder voll. Die gemeinsame Norm für diese Anschlüsse ist zurzeit noch in Arbeit. Deshalb werden hier noch verschiedene Systeme genutzt.

Der Ladevorgang – Wie funktioniert er?

Das Aufladen eines E-Autos läuft so ab wie das Aufladen jedes akkubetriebenen Elektrogeräts. Der Stecker muss mit der Ladestation verbunden werden. Die Ladekabel sind dabei entweder fest an der Ladestation angeschlossen oder sind vom Fahrer mitzuführen. Den laufenden Ladeprozess signalisieren meistens kleine LEDs an den Ladestationen, die mit dem Stromfluss zu leuchten beginnen. Auf Anzeigen im Auto ist der Ladestatus abzulesen. Bei manchen E-Autos lässt sich der Ladefluss auch vorprogrammieren, teilweise per Hersteller-App.

Die Zeitfrage – Wie lange verkabeln?

Unsicherheit herrscht auch bei der Frage der Ladedauer. Hersteller geben oft nur die Dauer an, die das E-Auto zu Hause ans Netz müsste. Grundsätzlich gilt: Je höher die Kapazität des Akkus, desto länger dauert der Ladevorgang. So kann zum Beispiel ein kleiner Stadtflitzer seine 6,1 Kilowattstunden selbst an der heimischen Steckdose in nur wenigen Stunden voll aufladen. Kompakt- und Mittelklassemodelle brauchen daheim 8 bis 14 Stunden für eine volle Ladung. Man kann die Ladedauer seines Fahrzeuges mit einer einfachen Formel selbst berechnen. Hierzu werden lediglich die Angaben zur Batteriekapazität und Ladeleistung des Stromers benötigt.

Kapazität der Batterie in Wattstunden : Ladeleistung in Watt = Ladedauer in Stunden

Die Abrechnung – Wie viel kostet es?

Die Abrechnung ist sehr unterschiedlich. Handelsunternehmen bieten zum Teil auf ihren Parkplätzen kostenfreies Stromzapfen an. Ansonsten variieren die Preise. Es gibt wenige große und viele kleine Betreiber – und damit viele unterschiedliche Zugangs- und Zahlungsbedingungen. Manche Tarife werden nach der gezapften Strommenge errechnet, andere nach der Zeit, die das E-Auto verkabelt ist. Auch Flatrates gibt es. 

Die Bezahlung – Wie geht das?

Für das Stromtanken benötigt man oft eine Chipkarte oder manchmal einen sogenannten Token. Vergleichsweise unkompliziert ist der Vorgang mit Handy-Apps, die per QR-Code den Ladepunkt freischalten. Manche Dienstleister schließen Rahmenverträge mit möglichst vielen Ladensäulenbetreibern und bieten Nutzern einen einheitlichen Zugang.

Individuelle Beratung

Werden Sie zum Vorreiter in Sachen E-Mobilität! Die Stadtwerke Karlsruhe unterstützen ihre Kunden mit eigenen Förderprogrammen für Elektro-Pkw, Elektro-Zweiräder und den Bau von Ladestationen. Das Unternehmen bietet auch einen E-Mobilitäts-Check an, bei dem die Voraussetzung zur Einrichtung einer Ladestation von Fachleuten geprüft wird. Gerne hilft Thomas Hofmann von den Stadtwerken Karlsruhe weiter und gibt Tipps zur E-Mobilität unter der Telefonnummer 0721 599-2105 oder per Mail an thomas.hofmann@stadtwerke-karlsruhe.de. Online kann man sich unter www.stadtwerke-karlsruhe.de informieren.


Ökologisch mobil mit Erdgas- und Elektrofahrzeugen

Stadtwerke Karlsruhe unterstützen ihre Kunden mit Zuschüssen. 

Bis 2020 will die Bundesregierung den CO2-Ausstoß in Deutschland um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Der Verkehr verursacht rund 17 Prozent des gesamten CO2-Aufkommens und hat damit großes Einsparpotenzial. Mit Erdgas- oder Elektrofahrzeugen lässt sich eine emissionsarme Mobilität mit praxistauglichen Technologien aufbauen.

Erdgasautos haben ihren wirtschaftlichen Vorteil in deutlich geringeren Betriebs- und Treibstoffkosten. Anders als flüssige Kraftstoffe wird Erdgas in Kilogramm berechnet. Der Preisvorteil ist an der Zapfsäule nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Beim Preisvergleich an der Tankstelle muss deshalb berücksichtigt werden, dass ein Kilo Erdgas im Vergleich zu einem Liter Super Benzin etwa anderthalb mal so viel Energie liefert. Bei gleicher Energieäquivalenz kostet Erdgas rund 70 Cent umgerechnet auf ein Liter Super. Deutschlandweit gibt es über 900 Erdgas-Tankstellen, in Karlsruhe und Ettlingen drei. Weitere Vorteile sind Steuerbegünstigungen für Erdgasfahrzeuge bis Ende 2026 und günstigere Ökotarife bei einigen Versicherungen. Neben diesen finanziellen Vergünstigungen gibt es viele ökologische Gründe, die für ein Erdgasfahrzeug sprechen. Die Schadstoffe sind rund 80 Prozent geringer gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen, vor allem die kritischen Emissionen von Benzol und Rußpartikeln entfallen nahezu vollständig.

Elektroautos haben geringe Betriebs- und Unterhaltskosten. Eine Betankung kostet je nach Stromtarif und Verbrauch rund 1,50 Euro pro 100 Kilometer. Die Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge sind geringer im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren und die Elektromotoren sind weniger wartungsintensiv. Die Fahrzeuge sind umweltschonend, wenn sie mit 100 Prozent Ökostrom betankt werden.

Den Ausbau der Elektromobilität in Karlsruhe unterstützen die Stadtwerke Karlsruhe in unterschiedlicher Weise: Neben eigenen Förderprogrammen für Elektro-Pkw und Elektro-Zweiräder gehört dazu der Aufbau und Betrieb von zahlreichen Ladestationen im Stadtgebiet. Hier kann man sein Elektrofahrzeug bequem und unkompliziert mit NaturStrom der Stadtwerke „betanken“.

ARTIS-Uli Deck// 11.06.2016 Stadtwerke Karlsruhe, Mobilitaetstag 2016 auf dem Stephanplatz

Die Stadtwerke Karlsruhe unterstützen ihre Kunden beim Kauf von Erdgas- und Elektro-Pkws mit 500 Euro. Bei Elektrofahrzeugen gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zusätzlich einen Umweltbonus von bis zu 2.000 Euro.

Gerne helfen die Energieberaterinnen und Energieberater der Stadtwerke und geben herstellerneutrale Tipps rund um das Thema Erdgas- und Elektromobilität unter der Telefonnummer 0721 599-2121, per Mail an energieberatung@stadtwerke-karlsruhe.de oder persönlich im Kundencenter, Kaiserstraße 182. Weitere Informationen gibt es auch unter stadtwerke-karlsruhe.de/ Privatkunden / Erdgas als Kraftstoff bzw. Elektromobilität.

Mit Erdgas- oder Elektrofahrzeugen lässt sich eine emissionsarme Mobilität mit praxistauglichen Technologien aufbauen. Die Stadtwerke Karlsruhe unterstützen ihre Kunden beim Kauf von Erdgas- und Elektro-Pkws mit Zuschüssen. Das Bild zeigt das mit Kunststoffrasen beklebte Event-Elektrofahrzeug der Stadtwerke.


Online-Portal zur Elektromobilität

Die Stadtwerke Karlsruhe bieten ein Portal zur Elektromobilität an, um sich über mögliche Lösungen und den effizienten Einsatz von E-Mobilität zu informieren.

Die Grundidee: Geschäfts- und Privatkunden – und solche, die es werden wollen – können auf sie angepasste und standardisierte Mobilitäts-Lösungen abrufen und sich umfassend über den effizienten Einsatz von E-Mobilität informieren. Die Funktion eines Assistenten auf der Seite emobilitaet.stadtwerke-karlsruhe.de erlaubt es, die passende Lösung für den jeweiligen Kunden anzuzeigen. Hierzu muss dieser lediglich einige Informationen bezüglich seiner Anforderungen eingeben und bekommt daraufhin einen Lösungsvorschlag aufgezeigt. Im zweiten Schritt wird ein Termin vor Ort ergänzt, um ein verbindliches Angebot generieren zu können. Eine interaktive Karte mit allen öffentlichen Ladestationen und ein Bereich mit Wissenswertem wie technischen Grundlagen, Wirtschaftlichkeit und Anwendungsmodelle runden die Seite ab.

Online-Portal

Zielgruppe sind in erster Linie Unternehmen. In gewerblicher Anwendung eignen sich E-Fahrzeuge besonders im städtischen Einsatz und bei Fahrten bis zu 50 Kilometern. Unternehmen wird außerdem eine Schlüsselrolle in der Verbreitung von Elektromobilität zugeschrieben. Denn 85 Prozent aller Ladevorgänge finden im so genannten nicht- beziehungsweise halböffentlichen Raum statt, wie etwa auf Firmenparkplätzen. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern E-Fahrzeuge zur Verfügung stellen, tragen ebenfalls zur Verbreitung der neuen Mobilität bei, denn zusätzlich zur Ladeinfrastruktur im Firmenumfeld installieren Mitarbeiter im Privaten ebenfalls Wallboxen. Der Übergang ist also fließend: Die Website mit ihren zahlreichen Angeboten richtet sich also auch an Privatleute.

Zusammenarbeit mit Partnern und langjähriges Engagement

Die Stadtwerke Karlsruhe setzen mit diesem Projekt auf starke Partnerunternehmen. Einerseits steuert das Karlsruher Unternehmen Kazenmaier Fleetservice sein Know-how im Bereich Mobilität bei und tritt als Leasinggesellschaft auf. Der zweite Partner ist die con|energy-Tochter green|connector, die die Stadtwerke als Beratungsunternehmen bei der Entwicklung des Portals unterstützt hat. Die Stadtwerke Karlsruhe sind somit Partner des Kunden für Mobilität und Energie. Hier liegt die Kernkompetenz der Stadtwerke: in Energieinfrastrukturen, Dienstleistungen und Energiemanagement.

Die Stadtwerke Karlsruhe unterstützen den Ausbau der Elektromobilität in der Fächerstadt bereits seit vielen Jahren und treiben den Ausbau der Ladeinfrastruktur stetig voran. Neben eigenen Förderprogrammen für Elektro-Pkw, Elektro-Zweiräder und Ladestationen bietet das Unternehmen auch einen E-Mobilitäts-Check an, bei dem die Voraussetzung zur Einrichtung einer Ladestation von Fachleuten geprüft wird. Unter emobilitaet.stadtwerke-karlsruhe.de kommen Sie direkt auf das Portal.