RegioMOVE

Zukunftsvision wird Realität – Projekt „Regiomove“ schreitet voran

Mit der Stadtbahn aus Karlsruhe hinaus in die Region, direkt im Anschluss per Shuttle in Richtung Natur und schließlich an der Endhaltestelle auf ein E-Bike „umsatteln“ – von dieser optimalen Vernetzung attraktiver Mobilitätsangebote sollen nach den Plänen des KVV bereits in wenigen Jahren alle Fahrgäste profitieren. Per App sollen sämtliche Verkehrsmittel künftig umfassend abrufbar und aus einer Hand zu buchen sein. Im Rahmen des Leuchtturmprojekts „RegioMOVE“ arbeitet der Verkehrsverbund zusammen mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) an der konkreten Umsetzung dieser Zukunftsvision.

RegioMOVE Zukunftsvision wird Realität – Projekt „Regiomove“ schreitet voran

Das Gemeinschaftsprojekt „RegioMOVE“, das von Seiten des Landes und der Europäischen Union mit insgesamt 4,9 Millionen Euro gefördert wird, soll öffentliche wie auch private Mobilitätsangebote für den Kunden optimal miteinander vernetzen, Stichwort: Intermodalität. Der Grundgedanke hinter dem ambitionierten Projekt ist es, den KVV in den kommenden Jahren von einem „klassischen“ Verkehrsverbund hin zu einem innovativen Mobilitätsverbund weiterzuentwickeln. Durch die perspektivische Zusammenführung der unterschiedlichen Verkehrsmittel auf einer neuen Planungs- und Buchungsplattform wird den veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung getragen. Zusätzlich sollen im gesamten Verbundgebiet an ausgewählten Standorten der Region „physische“ Knotenpunkte, sogenannte „Ports“, gebaut werden. An diesen Ports wird den Nutzern im gesamten Verbundgebiet – sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum – die Möglichkeit eingeräumt, unkompliziert zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln zu wechseln.
Anfang Dezember 2017 fiel der symbolische Startschuss für das Projekt. Seither arbeitet ein Projektkonsortium intensiv an der Realisierung der gesteckten Ziele. Neben der Ausarbeitung der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des künftigen Mobilitätsverbunds wird zurzeit besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Softwarearchitektur gelegt. Flankiert wird das Projekt durch Kommunikationsmaßnahmen des RVMO.
In den kommenden Jahren sollen unter anderem Carsharing- und Leihfahrradanbieter in das System integriert werden. Für 2018 und 2019 haben die Projektverantwortlichen die Durchführung einer umfangreichen Standort- und Bedarfsanalyse im Verbundgebiet im Fokus sowie die Entwicklung eines App-Demonstrators.
„Das Mobilitätsangebot, das in naher Zukunft über „RegioMOVE“ zur Verfügung stehen soll, stellt einen echten Mehrwert für unsere Fahrgäste im Verbundgebiet dar. Unterschiedliche Mobilitätsangebote können dann unkompliziert miteinander verknüpft werden – komfortabel aus einer Hand“, hebt KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon hervor. Konsortialpartner sind neben dem KVV und dem RVMO das KIT, die Hochschule Karlsruhe, das FZI Forschungszentrum Informatik, die raumobil GmbH, die PTV Group, die INIT GmbH, Stadtmobil sowie die Stadt Karlsruhe und der Landkreis Rastatt.