Vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund

KVV bewegt alle. Das Motto des Karlsruher Verkehrsverbunds ist aktueller denn je. Denn die Menschen nutzen immer vielfältigere Mobilitätsformen und der Verbund will weiterhin ihr starker Partner sein. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert bringen wir die Menschen umsteigefrei aus der Region direkt in die Innenstadt. Das Karlsruher Modell zieht seit seiner Gründung jährlich Delegationen aus der ganzen Welt in die Fächerstadt. Die Verkehrsexperten wollen sich anschauen, wie vernetzte Mobilität funktioniert. Diese Basis gilt es zu sichern, denn auch in Zukunft wird der Schienenverkehr das unumstößliche Fundament des Verbunds bilden. Mit der Unterzeichnung des Eckpunktepapiers im vergangenen Jahr haben Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann, der Karlsruher Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup den Grundstein für die Sicherung des Karlsruher Modells gelegt.

Vernetzte Mobilität bedeutet heute aber noch weit mehr als ein starkes Angebot mit Straßen- und Stadtbahn auf der Schiene und dem Bus auf der Straße. Der KVV will künftig Anknüpfungspunkte schaffen zwischen verschiedenen Mobilitätsformen. Die Kunden sollen die Möglichkeit haben, zwischen Bahn, Bus, Leihfahrrad, CarSharing, OnDemand-Shuttles und vielem mehr wählen zu können. Sie sollen sich unter dem Mantel des Verbunds ihre individuellen und passgenauen Reiseketten mit diesen Transportmitteln bauen können oder der Verbund baut sie für die Kunden – ganz wie gewünscht und das variabel, angepasst auf die jeweiligen Gegebenheiten. Das Projekt Regio Move steckt hinter diesem ehrgeizigen Ziel. Der KVV arbeitet daran zusammen mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Per App sollen sämtliche Verkehrsmittel künftig abrufbar und aus einer Hand buchbar sein.

Der Grundgedanke ist, den KVV in den kommenden Jahren von einem Verkehrsverbund hin zu einem innovativen Mobilitätsverbund weiterzuentwickeln. Dazu gehören auch weiterhin attraktive Tarifangebote, um die Menschen zu überzeugen und den ÖPNV zu ihrem Mittel der Wahl zu machen. Der KVV nimmt daher aktuell seine Tarife ganz genau unter die Lupe und will bis zur Tunneleröffnung zusammen mit allen Verbundpartnern eine Strukturreform vollzogen haben.

Moderne Mobilität wird in Zukunft auch an vielen Stellen autonome Mobilität bedeuten. Der Karlsruher Verkehrsverbund ist daher seit Mai offizieller Betreiber des Testfelds für Autonomes Fahren Baden-Württemberg. Potenzielle Anwender können nach Anmeldung ihre autonom fahrenden Fahrzeuge auf diesem Testfeld unter realen Verkehrsbedingungen ausprobieren. Zur Sicherheit sitzt immer ein Mensch im Fahrzeug, der im Notfall sofort eingreifen kann. Der Verbund will mit dem Betrieb zeigen, dass er auch in diesem Bereich ganz vorne dabei ist. Für den eigenen Betrieb sollen bald drei Minibusse bestellt werden, die dann ebenfalls auf dem Feld getestet werden.

Der Verbund wird also auch in Zukunft seinen starken Beitrag dazu leisten, dass Karlsruhe in einem Atemzug mit moderner Mobilität genannt wird. Dem Mobilitätsfestival wünscht der KVV einen erfolgreichen Verlauf.